100 Jahre Chronik 1889-1989

1889

Gründung der Feuerwehr Weißenbach an der Enns.


Feuerwehrsmusik Weißenbach/Enns

1890

Gründung der Arbeiter-Musikkapelle Weißenbach an der Enns.

Konkrete Aufzeichnungen über die Namen der Gründer bzw. Kapellmeister liegen nicht auf.

Aufgrund der Gründung der Feuerwehr im Vorjahr, ist davon auszugehen, dass es sich ursprünglich um eine Feuerwehr-Musikkapelle handelte.

Durch die geringe Anzahl an Musikern, etabliert sich die gegenseitige Zusammenarbeit mit der Feuerwehr-Musik St. Gallen.


1901

Ernennung des Gemeindesekretärs Alois Kolarik zum Kapellmeister, der die Feuerwehr-Musik

Weißenbach an der Enns bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1913 leitet.


1919

Neuaufbau der Kapelle als Arbeiter- und Arbeitermusikkapelle nach dem Ersten Weltkrieg durch

Kapellmeister Kaspar Steiner, der aus Eisenerz zugezogen war. 


1933

Ernennung Kaspar Steiners zum Ehrenkapellmeister.

Steiners Söhne Heinrich und Willi übernehmen abwechselnd die Leitung der Musikkapelle.


1939

Aufgrund des Zweiten Weltkriegs werden die Aktivitäten der Musikkapelle Weißenbach an der Enns

eingestellt.


1946

Wiederaufnahme der Aktivitäten als Musikkapelle der nach dem Krieg noch aktiven Musiker durch Friedrich

Fösleitner, Leiter der Bauernkapelle Oberreith, der August Schmatz als Kapellmeister nach Weißenbach an

der Enns holt. Obmann ist Johann Neuner, seine Nachfolge tritt Rudolf Pristauschek an.

Die Jungmusikerausbildung wird forciert und die Kapelle erlebt in den Folgejahren einen

großen Aufschwung.   


1952

Auftritt der Arbeitermusikkapelle Weißenbach an der Enns vor einem breiten Publikum anlässlich

der 800-Jahr-Feier von St. Gallen.


1953

BRO Isidor Klausberger wird zum Obmann ernannt.

Die Proben der Musikkapelle Weißenbach an der Enns

finden zu der Zeit im Arbeiterheim Schwarzmühle statt, bevor ein Wechsel ins Freizeitheim erfolgt. 


1957

Aufritt vor großem Publikum bei der Einweihung der neuen Volks- und Hauptschule

Weißenbach an der Enns.


1960

Großes Fest auf der ehemaligen Lände, bei dem unter dem Motto "Abschied von der Enns" neben der Arbeitermusikkapelle Weißenbach an der Enns auch die Musikkapellen Groß Hollenstein, Lainbach,

Altenmarkt und St. Gallen mitwirken.  


1962

Ernennung Isidor Klausbergers zum Ehrenobmann, Ernennung BRO Michael Maderthaners zum Obmann.


1964

Bezug des neuen Probenraums in der Hauptschule und Investition in neue Instrumente (4 Flügelhörner,

2 B-Trompeten, 2 Es-Trompeten, 3 Klarinetten, 2 Tenorhörner, 2 Es-Horn, 1 Posaune, 1 Basstrompete,

1 F-Tuba, 1 B-Tuba, 1 große und 1 kleine Trommel).

Die Finanzierung der Instrumente erfolgt über Spenden aus der Bevölkerung.

Die Holz-Spenden der Bauern schlägern und verkaufen die Mitglieder der Kapelle eigenständig.


1966

75-jähriges Gründungsfest der Musikkapelle Weißenbach an der Enns, da im Prokosch-Schmiede-Garten

gefeiert wird.

Die Mitglieder erhalten neue Kleidung: graue Röcke, Zollwachmützen und ein Jahr später Regenmäntel

zum Schutz der Kleidung.


1970

Einstimmiger Beschluss zum Bau eines Musikheims a, 07.04.1970 im Rahmen der Ausschusssitzung mit den

Ausschussmitgliedern Obmann Michael Maderthaner, Kapellmeister Fritz Fösleitner, Franz Moser, Karl Pölzl,

Ernst Laresser, Josef Schmatz und Karl Gandolfer.  

In einer Sitzung des Gemeinderats wird das Grundstück Parz.Nr. 741, Standort des ehemaligen

Schindlbacher Stadls, zur Errichtung des Musikerheims gewidmet. Mittels Vertrag wird das Nutzungsrecht

ausschließlich der Arbeitermusikkapelle Weißenbach an der Enns zugesichert. Die Finanzierung des Projekts

erfolgt durch Mittel der Gemeinde Weißenbach an der Enns, der Papierfabrik Neusiedler AG, Spenden der

Bevölkerung, Eigenmittel der Musikkapelle und Subventionen des Landes Steiermark, sowie der

Eigenleistung der Musiker. In der Jahreshauptversammlung am 10.04.1970 wird das Projekt einstimmig

beschlossen und unter Bauherr Karl Gandolfer, Kassier der Musikkapelle, von der Firma Dürnberger

durchgeführt.  

 


1971

Bei der Jahreshauptversammlung am 08.02.1971 legt Karl Gandolfer, der maßgeblich an Planung,

Bauaufsicht, Finanzierung und Arbeitseinteilung beim Bau des Musikerheims beteiligt war, einen Bericht

über die finanzielle Gebarung des Baus vor: die Gemeinde Weißenbach an der Enns bezahlt im Baujahr 

1970 ATS 126.000,-, aus der Musikerkasse kommen ATS 19.000,-. Die Neusiedler AG stellt den Dachstuhl

kostenlos zur Verfügung. Die Arbeitsleistung der Musiker beläuft sich auf 2400 Arbeitsstunden.

Kapellenmitglied Rudolf Lublasser zeichnet zusammen mit Ferdinand Maunz aus Weng für die Bemalung und

Beschriftung der Außenfassade verantwortlich. Johann Maier fertigt die schmiedeeisernen Karniesen und die

Verkleidung des Ölofens.

Die fehlenden ATS 65.000,- zur Fertigstellung des Musikerheimes wird durch eine weitere Subvention der

Gemeinde in Höhe von ATS 22.000,- , Spenden der Bevölkerung in Höhe von ATS 14.600,- sowie durch

Firmenspenden, organisiert von Ilse Moser, in Höhe von ATS 9.000,- erbracht. 

Am 31.10.1971 wird das neu errichtete Musikerheim von Pater Berthold Stiebellehner feierlich eingeweiht

und seiner Bestimmung übergeben. Die Gastkapellen Altenmarkt und St. Gallen umrahmen die Feier 

musikalisch. Unter dem Applaus zahlreicher Festgäste, wie Herrn Dr. Schwarzl mit Ehefrau, Musikobmann und

Bürgermeister, Nationalrat Michael Maderthaner mit Gattin, sowie des gesamten Gemeinderats wird die

bislang größte Leistung der Musikkapelle gefeiert. Besonderer Dank fällt dabei Karl Gandolfer, sowie

Kapellmeister Fritz Fösleitner und seinen Musikern zu.

Auftritt der Musikkapelle Weißenbach an der Enns am 11.12.1971 anlässlich des Abschlusses der

Elektrifizierung der Bahnstrecke Hieflau-Kleinreifling.

 

 


1972

Bei der Jahreshauptversammlung am 28.04.1972 gibt Obmann Maderthaner seinen Rücktritt bekannt.

Helge Gassner folgt ihm als Obmann nach, bekleidet das Amt jedoch nur wenige Monate.

Am 07.07.1972 tritt Gassner zurück, seine Nachfolge übernimmt Josef Schmatz.  


1974

Veranstaltung des 1. Blasmusikabends im Gasthof Rappel.
Eine Werbeaktion zur Gewinnung von Jungmusikern zeigt ihre Wirksamkeit, in Folge unterrichten

Kapellmeister Fösleitner, Obmann Schmatz und Franz Moser 20 Jungmusiker. 


1975

Auftritt der Musikkapelle Weißenbach an der Enns beim Bezirks-Erntedankfest mit zahlreichen Teilnehmern 

am Festzug auf Einladung der Landjugend St. Gallen.

Im selben Jahr sorgt das 3. Blasmusikfest als Wunschkonzert für einen hohen Erlös.


1977

Ankauf einer neuen Tracht, die auf Vorschlag von Frau Dr. Hollaubek aus Graz in einer Schneiderei

in Feldbach angefertigt wird. Schuhe und Hüte werden bei einer einheimischen Firma gekauft.

Die Kosten werden durch Subventionen des Landes Steiermark, sowie der Gemeinde und Eigenmittel der Musikkapelle gedeckt.  

Im selben Jahr begleitet die Musikapelle die Feier zur goldenen Hochzeit von Franz Moser sen. und bei der

Weihnachtsfeier werden besonders verdiente Musiker vom Steirischen Blasmusikverband ausgezeichnet.


1978

Zum ersten Mal kann die Musikkapelle Weißenbach an der Enns weibliche Mitglieder verzeichnen.

Die Musikerfrauen veranstalten unter der Leitung von Ilse Moser einen Weihnachtsbazar im Musikerheim.


1979

Nach 33 Jahren als unermüdlicher Kapellmeister legt Fritz Fösleitner sein Amt zurück, das er sehr erfolgreich

bekleidet hatte.

Er wird zum Ehrenkapellmeister ernannt.

Franz Moser, sein ursprünglicher Stellvertreter und 1. Flügelhornist, übernimmt das Amt des Kapellmeisters.  

Eine weitere Werbeaktion zur Gewinnung von Jungmusikern von Kapellmeister Moser und Obmann Schmatz

führt 12 weitere Jugendliche zum Beitritt.

Im Herbst genießen die Mitglieder einen 3tägigen Ausflug nach Südtirol.


1980

Da viele Musiker nach der Schließung der Zellstofffabrik den Ort verließen, wurde die Förderung der Jugend

weiter forciert, um den Fortbestand der Kapelle zu sicher.

Dank guter Kameradschaft, Hilfe von Gemeinde und Landesregierung, sowie vorbildlichem Einsatz von Kapellmeister Moser war es möglich, die langjährig aufgebaute Musikkapelle unter neuem Namen weiterzuführen: Trachtenmusikkapelle Weißenbach an der Enns.

Im Frühjahr wird das neu erbaute Kulturheim feierlich eingeweiht.

Im selben Jahr wird Herr Goldgruber nach 52jähriger Tätigkeit für die Musikkapelle feierlich von Bezirksobmann Alfred Pirker und Bürgermeister Stöckelmayr verabschiedet.

Das Jahr endet mit dem Blasmusikabend, verbunden mit Wunschkonzert und Glückshafen.


1981

Ehrenkapellmeister Fritz Fösleitners 70. Geburtstag und Robert Goldgrubers 75. Geburtstag werden von der

Musikkapelle musikalisch umrahmt.


1983

Veranstaltung des 3. Regionalkonzerts unter Mitwirkung der Kapellen Altenmarkt, Landl und St. Gallen


1984

2. Bezirks-Erntedankfest der Landjugend St. Gallen unter Mitwirkung der TMK Weißenbach an der Enns.


1985

Beschluss zur Vereinsgründung mit eigenen Statuten im Rahmen der Jahreshauptversammlung am
13.01.1985.

Zur Verbesserung der Finanzen der TMK Weißenbach an der Enns wird das 1. Marktfest nach einer Idee von
Obmann Schmatz veranstaltet.

Konzerte der Postmusik Graz, der Feuerwehrmusik Großreifling und der Musikkapelle Stainach begleiten die Veranstaltung ebenso wie die Volkstanzdarbietung der Landjugend St. Gallen.

Verkaufsstände und ein Flohmarkt werden ebenfalls geboten.

Die Trachtenmusikkapelle Weißenbach an der Enns erhält die Gegeneinladung der Postmusik Graz und gestaltet ein Konzert in den Kammersälen mit.   

 


1986

Am 06.09.1986 wird Ehrenkapellmeister Fritz Fösleitner unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, begleitet

von Abgeordneten des Musikkapellen des gesamten Bezirkes zu Grabe getragen.

 


1987

Nach 15 Jahren legt Obmann Josef Schmatz sein Amt nieder, sein gewählter Nachfolger ist Ferdinand Mayr.

Die Trachtenmusikkapelle Weißenbach an der Enns veranstaltet zwei große Feste: das 2. Marktfest und

ein Almfest auf der Spitzenberger Alm.


1988

Beschluss zur Veranstaltung einer großen Feier zum 100jährigen Bestehen der Trachtenmusikkapelle

Weißenbach an der Enns im Jahr 1990 mit Karl Windhager als Festobmann.

Renovierung des Musikerheims unter Leitung von Obmann Mayr und Karl Windhager.


2007

 

Gründung der Musikschule Eisenwurzen

 

Lehrerteam:

Mag. Monika Lichtenwöhrer (Pädag. Leiterin, Klarinette, Saxophon und Querflöten)

Mag. Manuel Lichtenwöhrer (Trompete, Flügelhorn, Tuba, Tenorhorn)

MMag. Sabine Drenig (Klavier und Keyboard)

Mag. Kessia Probst (Gitarre)

Wolfram Zeiser (Ensembleleitung und Horn, Posaune)

Anita Moser (Musikal. Früherziehung)

Dieter Moser (Geschäftsführung, Blockflöte, Ensembleleitung)


2008

 

In der Musikschule Eisenwurzen wurden 93 SchülerInnen aus den Gemeinden Weißenbach/Enns, St.Gallen, Altenmarkt, Landl und Unterlaussa unterrichtet.